Mediation

 

Unter dem Begriff Mediation (lateinisch „Vermittlung“) versteht man ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung eines Konflikts. Die Konfliktparteien (die Medianden) wollen durch Unterstützung einer dritten „allparteilichen“ Person (dem Mediator) zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern unterstützt die Medianden dabei, eine gemeinsame Lösung zu finden.

 

Ihr persönlicher Vorteil durch Mediation:

 

  • Im Vergleich zu Gerichtsverfahren spart Mediation Zeit und Geld.
  • Ihre ganz speziellen Interessen und Bedürfnisse, die in Gerichtsverfahren größtenteils unbeachtet bleiben, werden berücksichtigt.
  • Es werden tragfähige Lösungen erarbeitet.
  • Mitbestimmung vom Anfang bis zum Schluss.
  • Vermeidung von zukünftigen Streitigkeiten.

Mediationsziel

Ziel der Mediation

Das Ziel der Mediation ist die Lösung eines Konfliktes sowie das Entwickeln von gemeinsamen und nachhaltigen Lösungen – möglichst durch den wechselseitigen Austausch über die Konflikthintergründe und mit einer verbindlichen, in die Zukunft weisenden Vereinbarung der Teilnehmer. Ihre persönlichen Vorstellungen von Gerechtigkeit und fairem Ausgleich müssen sich in diesem Mediationsergebnis wiederspiegeln. Als Mediatoren unterstützen wir Sie durch allparteiliche und neutrale Steuerung des Ablaufs und der Kommunikation. Wir sind dabei weder Berater, noch nehmen wir Bewertungen Ihrer selbst gefundenen Lösungen vor. Wir sind für den Ablauf, Sie für den Inhalt und die Lösungen zuständig.

Im Gegensatz zum Gerichtsverfahren steht nicht die Frage nach einer eventuellen Schuld im Vordergrund. Auch Veränderungen im Verhalten der Mediationsteilnehmer untereinander werden nur insoweit gefördert, als sie für die verbindliche Lösung des Konflikts notwendig sind. Insofern grenzt sich die Mediation von therapeutischen Verfahren ab. Neben dem eigentlichen Ziel der Mediation – beispielsweise der Regelung von Vermögensfragen bei einer Scheidung; der Vereinbarung über eine gemeinsame elterliche Sorge trotz Trennung der Eltern oder der Fortsetzung einer Kooperation zweier Unternehmen – gibt es auch Ziele, die außerhalb des eigentlichen Verfahrens stehen:

 

  • Berücksichtigung von Interessenlagen, die in einem Zivilprozess unbeachtet bleiben würden;
  • Reduzierung der Verfahrenskosten und der Konfliktfolgekosten;
  • Möglichkeit eines unbürokratischen und flexiblen Verfahrens;
  • Schonung personeller und betrieblicher Ressourcen;
  • keine Öffentlichkeit durch Berichte in den Massenmedien.

Voraussetzungen

  • Während der Mediation darf kein gerichtliches Verfahren laufen. Alle beauftragten Rechtsanwälte müssen angewiesen werden, Klagen und Verfahren für die Zeit der Mediation auszusetzen. Unvertretene Parteien können jederzeit ein „Ruhen des Verfahrens“ bekannt geben.
  • Alle notwendigen und relevanten Informationen werden von den beteiligten Parteien offen dargelegt. Die Gültigkeit einer abschließenden Mediationsvereinbarungen ist davon abhängig, ob alle wesentlichen und wichtigen Informationen offengelegt werden.
  • Informationen aus der Mediation dürfen nicht außerhalb der Mediation verwendet werden. Im Fall eines Prozesses nach einer gescheiterten Mediation kann und darf der Mediator gegen keinen der Beteiligten vor Gericht aussagen (Verschwiegenheitspflicht).
  • Bedrohungen und körperliche Gewalt führen unmittelbar zum Abbruch der Mediation. Auch der Gesprächston darf keinen Zweifel am grundsätzlichen Respekt gegenüber den beteiligten Personen lassen.
  • In Absprache mit dem Mediator hat jeder Beteiligte das Recht, wie auch die Pflicht, sich darüber zu informieren, welche Interessen und Bedürfnisse in der gängigen Rechtsprechung erfüllt werden und welche Konsequenzen seine Entscheidungen haben könnten.
  • Jeder der Mediationsbeteiligten, die Medianden, aber auch der Mediator, haben jederzeit das Recht, das Mediationsverfahren zu beenden.
  • Während des gesamten Mediationsprozesses treffen sich alle Beteiligten gemeinsam. Einzelgespräche finden ohne ausdrückliche vorherige Absprache nicht statt.
  • Die Mediationskosten werden vorab abgesprochen und sollen von den Parteien in angemessenen Teilen tunlichst gemeinsam bezahlt werden. Die Anteile sowie Zahlungstermine werden schriftlich in der Mediationsvereinbarung festgelegt.

Beachten Sie bitte, dass die Mitarbeiter der Streitschlichter darauf achten, dass sich sämtliche Beteiligten an die Voraussetzungen halten. Nur dann ist eine nachhaltige und konstruktive Lösung möglich.

 

Mediationsthemen

 Mediation ist in folgenden Bereichen möglich:

– im Familienbereich

– im Nachbarschaftsbereich

– am Arbeits- und Ausbildungsplatz

– Lösung von zivilrechtlichen Auseinandersetzungen

 

Eine  umfangreichere Übersicht inklusive ausführlicher Beschreibung der einzelnen Mediationsthemen, die durch das Team der Streitschlichter für Sie angeboten werden, finden Sie hier.